Alkoholismus eine Familienkrankheit

 

Die Gruppen der Anonymen Alkoholiker schauen auf 25 Jahre Ulm/Neu-Ulm zurück.

 

Die Anonymen Alkoholiker und die Angehörigengruppe (Alanon) luden zu einer öffentlichen

Informations-Veranstaltung am Samstag, 10. Mai 2003, ab 14.00 Uhr, Gemeindehaus St.

Georg, Ulm, Beethovenstraße ein.

Anlass dieser Feier war das 25-jährige Bestehen von regelmäßigen so genannten Meetings

der Anonymen Alkoholiker in UIm/Neu-Ulm.

 

Da die Anonymität des Einzelnen ein wichtiges und striktes Prinzip der AA ist, traten an

diesem Tag nur Betroffene und Angehörige von auswärtigen Gruppen als Sprecher auf.

Als Gastreferent konnte der langjährige Chefarzt der Psychosomatischen Fachklinik

Bad Grönenbach, Herr Dr. Konrad Stauss, gewonnen werden.

Es sprachen ein Alkoholiker und ein Angehöriger.

 

Für das leibliche Wohl wurde gesorgt.

 

Um allen Interessierten einen Einblick in die Gruppenarbeit zu verschaffen, fanden im

Anschluss an die Informationsveranstaltung offene Meetings statt.

 

Erstmalig, am 22. Februar 1967 erschien in der Schwäbischen Donau Zeitung der Artikel

,,Dem Alkohol den Kampf angesagt".

Damals trafen sich zwei bis drei Alkoholiker in Ulm/Neu-Ulm regelmäßig in ihren

Wohnungen um Erfahrung, Kraft und Hoffnung zu teilen, doch schliefen diese

Zusammenkünfte langsam wieder ein.

 

Zu dieser Zeit gab es in Deutschland 55 AA-Gruppen, heute sind es bereits ca 3.000.

 

Im Jahre 1978 zog Helmut aus dem Norden nach Ulm.

Dieser Helmut besuchte, nachdem er in Ulm ansässig war, die AA-Gruppen in Kempten

Memmingen oder Augsburg.

Dann ergab sich die Möglichkeit im katholischen Gemeindehaus von St. Georg, Ulm, zwei

Räume gegen die Erstattung von Strom und Heizkosten regelmäßig für Meetings

zu benutzen.

Von nun an bis zum heutigen Tag sind die Anonymen Alkoholiker im genannten

Gemeindehaus zu finden, wenn man sie finden will.

 

Gleichzeitig mit den regelmäßigen AA-Meetings in St. Georg finden seit 1981 auch

Treffen der Freunde und Angehörigen von Alkoholikern (Alanon) in diesem Gemeindehaus

statt.

 

Im September 2003 wurde auch eine Gruppe für Kinder von Betroffenen (Alateen) in Ulm gegründet.

Die bittere Erfahrung der Alkoholkrankheit belegt, dass durch jeden Trinkenden zwei bis drei

Familienangehörige, Kinder oder Freunde in Mitleidenschaft gezogen werden.

In Deutschland gibt es ca 3 Millionen Alkoholabhängige; die Dunkelziffer ist etwa dreimal

so hoch.

 

Heute haben Interessierte die Möglichkeit in Ulm und Neu-Ulm sieben feste Meetings wöchentlich zu besuchen.

Die einzelnen Orte und Zeiten werden in den örtlichen Tageszeitungen bekannt gegeben.

 

 

 

Jm Kreise der geschlossenen Meetings, wie die Versammlungen genannt werden, sitzen

Betroffene zusammen, die auf drei Jahrzehnte Trockenheit zurück blicken können,

genauso wie der neue Freund, der sich noch etwas Mut antrinken musste, um den Schritt in

den Meetingsraum zu wagen.

 

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